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Web-Grundlagen8 Min. Lesezeit

Website selber machen oder machen lassen?

Baukasten, Freelancer oder Agentur? Ein ehrlicher Vergleich — mit allen Vor- und Nachteilen.

Die Frage die sich jeder stellt

Du brauchst eine Website. So weit, so klar. Aber wer soll sie bauen? Du selbst — mit einem Baukasten? Ein Freelancer? Eine Agentur? Oder gibt es noch einen anderen Weg? Eine ausführliche Entscheidungshilfe findest du in unserem Schwesterartikel — hier die kompakte Version.

Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Aber nicht auf dein Budget allein — sondern auf deine Zeit, dein Ziel und wie wichtig dir das Ergebnis ist. Wenn du dich für den professionellen Weg entscheidest, lohnt sich ein Blick auf den typischen Ablauf einer Website-Erstellung.

Option 1: Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)

Für wen?

Wer eine einfache Visitenkarten-Website braucht und Spaß daran hat, selbst zu gestalten.

Vorteile

  • Schnell: In einem Nachmittag online
  • Günstig: 10–30 EUR/Monat
  • Keine Technik nötig: Drag & Drop

Nachteile

  • Begrenzt: Sobald du mehr willst als eine Startseite — ein echtes CMS, einen Shop, ein Portal — stößt du an Grenzen
  • Abhängig: Du bist an den Anbieter gebunden — Umzug ist schmerzhaft
  • Generisch: Tausend andere Seiten sehen genauso aus
  • Performance: Langsame Ladezeiten, aufgeblähter Code
  • SEO: Begrenzte Kontrolle über technisches SEO
  • Datenschutz: US-Anbieter, Tracking-Cookies, Cookie-Banner Pflicht

Typische Kosten

30–50 EUR/Monat mit eigener Domain und E-Mail. Plus deine Zeit — und die ist mehr wert als du denkst.

Option 2: Freelancer

Für wen?

Wer ein individuelles Design will und jemanden sucht der mitdenkt.

Vorteile

  • Individuell: Design nach deinen Wünschen
  • Persönlich: Ein Ansprechpartner, kurze Wege
  • Flexibel: Kann auf deine Branche eingehen

Nachteile

  • Verfügbarkeit: Freelancer sind oft ausgebucht
  • Bus-Faktor: Wenn der Freelancer aufhört, stehst du allein da
  • Wartung: Wer kümmert sich nach dem Launch?
  • Scope Creep: „Kleine Änderungen" summieren sich schnell

Typische Kosten

1.500–5.000 EUR einmalig, plus laufende Wartung 50–150 EUR/Monat.

Option 3: Klassische Agentur

Für wen?

Unternehmen mit komplexen Anforderungen und Budget.

Vorteile

  • Professionell: Team aus Designern, Entwicklern, Textern
  • Umfassend: Strategie, Design, Umsetzung, Marketing
  • Support: Laufende Betreuung und Weiterentwicklung

Nachteile

  • Teuer: Websites ab 5.000 EUR, oft deutlich mehr
  • Langsam: Wochen bis Monate für den Launch
  • Overhead: Meetings, Abstimmungsrunden, Freigabe-Schleifen
  • Overkill: Für Solo-Selbstständige und kleine Teams meist überdimensioniert

Typische Kosten

5.000–30.000 EUR einmalig, Wartung 200–500 EUR/Monat.

Option 4: Plattform mit KI-Unterstützung

Für wen?

Wer professionelle Ergebnisse will, ohne Wochen zu warten oder Tausende auszugeben.

Vorteile

  • Schnell und professionell: Individuell, aber ohne wochenlangen Prozess
  • KI als Teamkollege: Berät, textet, betreut — rund um die Uhr
  • Mitwachsend: Starte klein, erweitere wenn du bereit bist
  • Alles aus einer Hand: Website, Portal, Support, Buchhaltung
  • DSGVO-nativ: Deutsche Server, kein Tracking, kein Cookie-Banner

Nachteile

  • Relativ neu: Weniger bekannt als die großen Baukästen
  • Nicht für jeden: Wer nur eine Visitenkarte braucht, ist mit einem Baukasten bedient

Typische Kosten

290 EUR einmalig für einen Onepager, ab 49 EUR/Monat inklusive KI-Betreuung.

Der ehrliche Vergleich

Kriterium Baukasten Freelancer Agentur KI-Plattform
Einmalige Kosten 0–100 EUR 1.500–5.000 EUR 5.000–30.000 EUR 290–1.490 EUR
Monatliche Kosten 30–50 EUR 50–150 EUR 200–500 EUR 39–149 EUR
Zeitaufwand (du) Hoch Mittel Niedrig Niedrig
Individualität Gering Hoch Sehr hoch Hoch
Wartung inklusive Nein Teilweise Ja Ja
DSGVO-konform Schwierig Kommt drauf an Meist ja Ja
Erweiterbar Begrenzt Aufwändig Ja Ja
24/7 Support Nein Nein Nein Ja (KI)

Die Frage die du dir wirklich stellen solltest

Nicht „was kostet am wenigsten?" — sondern: „Was bringt am meisten?"

Eine Website die keine Kunden bringt ist teurer als jede professionelle Lösung — weil sie dich unsichtbar lässt. Die beste Investition ist die, die sich auszahlt. Nicht die billigste.

Fazit

  • Baukasten: Wenn du Zeit hast und nur eine einfache Seite brauchst
  • Freelancer: Wenn du individuelle Ansprüche hast und einen guten kennst
  • Agentur: Wenn du ein großes Projekt mit komplexen Anforderungen hast
  • KI-Plattform: Wenn du professionelle Ergebnisse willst die mit dir wachsen — ohne überdimensionierten Prozess

Die beste Website ist nicht die teuerste. Es ist die, die arbeitet während du schläfst.

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